Hundewissen


Was jeder Hundehalter wissen sollte.....

Themen:

Lebensmittel, die für Hunde giftig sind * Vorsicht Giftköder * Hundekrankheiten * Rechtliches zum Thema Hundehaltung * Hunde-Erziehung * empfehlenswerte Hundeschulen * Literatur-Tipps * Verhaltensprobleme beim Hund * u.a.

 

Wussten Sie schon...?

Fundhunde (herrenlose Hunde) werden in vielen europäischen Ländern (z.B. Spanien, Griechenland, Irland u.v.a)
in eine Auffangstation gebracht. So eine Auffangstation ist nicht mit unseren Tierheimen zu vergleichen, die Hunde kommen nie raus und leben auf engstem Raum! Diese Aufgabe erfüllen häufig Privatunternehmen, die nach Landesrecht auch das Einfangen, die zwischenzeitliche Unterbringung und ggf. Tötung (nach spanischem Recht z.B. nach 10 Tagen), wenn sich weder Besitzer noch Interessent finden, im Auftrage der Stadtverwaltungen durchführen.  
 
Anders als in Deutschland gibt es in vielen europäischen Ländern immer noch kein Gesetz, dass die Hunde, die gesund und oft noch sehr jung sind, in irgendeiner Form schützt. Deshalb engagieren sich viele Deutsche und Niederländer im europäischen Ausland (vor allen in den südlichen Ländern) im Tierschutz, indem sie Hunde aus den Tötungsstationen herausholen und versuchen, sie in ihre Heimatländer zu vermitteln. Die Kosten für die zwischenzeitliche Unterbringung, den Flug, die Impfungen und weiteren Tierarztkosten, wenn die Hunde zunächst in einer Pflegestelle untergebracht sind, tragen die Tierschützer selbst. Daher können sie die Hunde auch nur gegen eine Schutzgebühr weiter geben, um zumindest einen Teil der Kosten zu decken.

Die dort einsitzenden Kandidaten für ein ungewisses Schicksal sind durchaus kein Abfall und das Angebot an guten und lieben Tieren ist reichhaltig.

Auf EU-Ebene muss noch viel passieren, um Tieren ihr Recht auf Leben und Unversehrtheit zu sichern! Tierschutzorganisationen aus der ganzen Welt unterstützen sich gegenseitig (z.B. mit Petitionen > siehe "Aktuelles"), um gegen Misstände in ihren Ländern bei den Regierungen zu protestieren.

Fundtiere in Deutschland:

Wer ein Tier findet und es einfach behält, sollte wissen, dass er sich der Fundtierunterschlagung strafbar macht! Daher bitte beachten:

Für Privatpersonen gilt

Bitte bedenken Sie die rechtliche Seite, wenn Ihnen ein Tier zuläuft:

Wer ein zugelaufenes Tier einfach behält, ohne es den Behörden zu melden, begeht Fundtierunterschlagung und macht sich strafbar.

Ist der Besitzer eines Fundtieres nicht auffindbar, gilt das Tier als "Fundsache".
Für die Verwahrung einer Fundsache ist die Gemeinde zuständig, die meist das örtliche Tierheim mit der Versorgung der Fundtiere beauftragt hat.

Nach Meldung des Fundtieres im Tierheim kann das Tier zwar zur Pflege bei seinem Finder bleiben. Wenn der alte Besitzer sich meldet, ist das Tier abzugeben.

Erst nach einem halben Jahr gehen die Besitzansprüche an den neuen Halter.

 

Bitte melden Sie das Fundtier deshalb erst einmal:

Bei der Fundstelle (Gemeindeverwaltung, Rathaus) oder der örtlichen Polizei
Die Meldung bei der Gemeinde muss schriftlich durch eine Fundtieranzeige erfolgen!!
da ansonsten kein Anspruch auf Erstattung entstehender Kosten  oder Aneigung nach Fristende besteht.
Dem zuständigen Tierheim oder Tierschutz in Ihrer Nähe
Da viele Tiere bereits gechippt sind, möchten wir darum bitten auch ein Fundtier ohne Tätowierung persönlich einem Tierarzt oder dem Tierheim vorzustellen. Hier gibt es Lesegeräte, die den Chip auslesen können.
Weiterhin bitten wir Sie, das Fundtier bei den Haustierregister Stellen (siehe Links oder Tipps im Internet)  zu melden

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Andere Tierregistrierung bei Auslandsreisen!

Wer sein Haustier mikrochippen lässt, registriert es meistens beim deutschen Haustierzentralregister Tasso e.V.

Zu bedenken ist aber, dass TASSO außerhalb Deutschlands nicht bekannt ist! Das heißt: In einem Land, dessen Tierregister NICHT im Europetnet-Verbund ist, wirft die Chipnummer keine Halterdaten aus! Das Tier scheint unregistriert zu sein. Frankreich ist so ein Beispiel.

In den meisten europäischen Ländern werden Fundhunde schon nach wenigen Tagen eingeschläfert, wenn sich der Besitzer nicht ermitteln lässt. Wichtig: auch die Mobil-Telefonnummer (inkl. Landesvorwahl) anmelden, falls man sein Tier einmal im Ausland sucht.

Sollten Sie ihren Hund/Katze im Urlaub mit ins Ausland nehmen, oder läuft das Tier nahe der Landesgrenze weg, sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass man auch dort Ihnen Ihr Tier zuordnen kann! Das geht über eine Registrierung im jeweiligen Land.

Unter der Rubrik "Was tun im Notfall" finden Sie diverse Adressen internationaler und ausländischer Tierregistrierungs-Stellen. Bei den meisten Stellen ist eine Registrierung kostenlos, so sollten Sie vorbeugend diesen Service nutzen und für den Notfall die entsprechende Adresse und die Chipnummer notieren und mitnehmen. Die Chipnummer sollte übrigens auch im Impfpass des Hundes stehen, der ebenfalls mitzunehmen ist.

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Wichtige Information VOR dem Welpenkauf!!!

Sollten Sie nach einem Welpen suchen und keinen solchen in einem Tierheim finden (in vielen Tierheimen sitzen übrigens auch Welpen unterschiedlichster Rassen), informieren Sie sich bitte hier, worauf Sie vor einem Kauf achten sollten, um nicht einen kranken Hund von skrupellosen und tierquälerischen Händlern zu erwerben. Denn illegaler Welpenhandel nimmt in Europa extrem zu. Beratung finden Sie unter folgender Seite:

 www.billige-welpen.de

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 Vorsicht Giftköder!

 In der warmen Jahreszeit kommt es leider wieder zu Konflikten zwischen Hundehaltern und solchen Leuten, die

die Grünanlagen der Stadt für sich beanspruchen und sich durch Hunde gestört fühlen. Leider sind einige davon
bereit, bis zum Äußersten zu gehen und Hunde zu vergiften.
Wie in den letzten Jahren wurden leider auch in diesem bereits Giftköder in verschiedenen Stadtteilen Kölns ausgelegt.
 
Daher: Bitte aufmerksam sein, wenn Eure Hunde am Wegrand, im Gras oder Gebüsch etwas aufnehmen.
Solltet Ihr den Verdacht haben, dass es sich wirklich
um vergiftetes Essen/Futter handelt, sammelt es bitte ein, damit auch kein anderer Hund es frisst (am besten immer eine kleine Plastiktüte dabei haben (!) - die kann man auch sonst schon mal gebrauchen, z.B. wenn Hund -aus Versehen natürlich! - auf den Gehweg macht) und bewahrt es im Gefrierfach auf, um es ggf. dem Veterinäramt zur Untersuchung vorlegen zu können.
 
Wenn Ihr jemanden beobachtet, der sich auffällig verhält (z.B. etwas ausstreut), sprecht ihn darauf an und fordert ihn/sie höflich auf, z.B. zu zeigen, was in der Tüte ist. Damit werden auch andere Menschen auf das Problem aufmerksam gemacht und, falls es ein Täter ist, wird er zumindest abgeschreckt.
Wenn Ihr meint, dass der Hund einen Giftköder gefressen hat, ohne Zeitverlust ab zum Tierarzt! Es gibt ein Medikament, dass den Hund zum Erbrechen bringt und es besteht so die Chance, das Zeug noch rechtzeitig rauszubekommen, wenn es noch unverdaut ist.
 
Mein Hund Socke hat diese leidige Prozedur letzten Sommer schon über sich ergehen lassen müssen, so schreibe ich hier aus eigener Erfahrung (in diesem Fall war der Köder in Köln-Holweide ausgelegt - Wir hatten hier letztes Jahr ein paar Mal den Fall von ausgelegtem Essen (Pizza und Eierkuchen) am Wegrand im hohen Gras. Durch eine eigene Plakat-Aktion, die Hundehalter warnte und gleichzeitig Spaziergänger auf verdächtiges Verhalten aufmerksam machte, sind wir das Problem zumindest im letzten Sommer vorübergehend los geworden.
Sollten Sie wissen, dass irgendwo Giftköder ausgelegt sind, bitte ich um Nachricht, damit ich eine aktuelle Warnung weitergeben kann.
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p.s. Die Wirkung von Rattengift zeigt sich verzögert oft erst Stunden nach der Aufnahme, weil Rattengift zu inneren Blutungen (und Verbluten) führt! Ein Tier, welches Rattengift frisst, fällt nicht eine Minute später tot um, sondern verendet zeitverzögert.
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§ Rechtliches §
 

Darf ein Jäger den wildernden Hund erschießen?!
Das Bundesjagdgesetz in Verbindung mit den Vorschriften in den Landesjagdgesetzen, bilden die gesetzlichen Grundlagen für den Umgang mit wildernden Hunden.

Danach dürfen in allen Bundesländern wildernde Hunde letztlich getötet werden. Die Voraussetzungen dafür differieren allerdings von Bundesland zu Bundesland. Während in Bayern der Hund das andere Tier tatsächlich erst gerissen haben muss, um "legal" getötet werden zu können, ermöglichen es die Landesjagdgesetze in Hamburg, Hessen, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein, dass auch ein bereits gefangener, unverletzter Hund getötet werden kann. In Baden-Württemberg ist dagegen die Tötung erst zulässig, wenn der Hund nicht eingefangen werden kann.

In einigen Bundesländern sind außerdem jene Hunde von vornherein von der Abschuss-Erlaubnis ausgenommen, die objektiv gar nicht in der Lage sind zu wildern. Das betrifft vor allem Welpen und "Schoßhunde" (Anmerkung Judith: Was auch immer man darunter versteht, denn ein Dackel ist auch nicht größer, wurde aber zur Jagd gezüchtet), außerdem genießen auch Dienst-, Polizei-, Jagd-, Hirten- und Blindenhunde diesen Schutz, wenn sie als solche gekennzeichnet sind.

Grundsätzlich obliegen dem Jagdschutzberechtigten Sorgfaltspflichten bei der Ausübung siner Schussbefugnis. Er darf nicht auf bloßen Verdacht hin auf einen Hund schießen, der sich in Ruf- und Sichtweite des Halters befindet. Auch bei kurzzeitigem Entfernen des Hundes, der aber bei Anruf sofort reagiert, darf er nicht schießen. Das trifft auch zu, wenn sich ein Hund offensichtlich verlaufen hat und keine Gefahr für das Wild darstellt.

(Quelle: Gängel / Gansel "Rechtsratgeber für Hundehalter", 2001)
 
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Lebensmittel, die für Hunde giftig sind/sein können... 

Wie bei uns Menschen gibt es auch für Hunde giftige Lebensmittel. Meist gibt es für die enthaltenen chemischen Substanzen, die für die Toxizität verantwortlich sind, eine Formel, die angibt, welche Menge pro Gewicht giftig bzw. tödlich wirkt. Die Erfahrungen von vielen Hundebesitzern lassen vermuten, dass einige Tiere im Rahmen der Anpassung an das menschliche Leben mit vielen Stoffen besser zurecht kommen, dass also die Formeln u. U. ein Extremwert sind und bei einigen Tieren keine Gefahr besteht. Sucht man beispielsweise nach der Toxizität von Zwiebeln findet man viele unterschiedliche Meinungen, von Zwiebeln als Killer bis zur völligen Ungefährlichkeit. Hier sollen einige oft im Haushalt gebräuchliche Lebensmittel erwähnt sein, die dem Hund aus wissenschaftlich belegten Gründen Probleme bereiten KÖNNEN.

Allgmein sind wir persönlich der Meinung, dass es viele Dinge gibt, die in Unmengen immer schädlich sind. Kein Hund wird vermutlich an einer Frikadelle sterben, die Zwiebeln enthält oder an einem Klecks Tomatensauce...

Schokolade:

Die giftige Substanz der Schokolade ist das Theobromin. Das Theobromin ähnelt dem Coffein bis auf eine Methylgruppe, daher wirkt Theobromin auf den Menschen ähnlich anregend. Der Abbau des Theobromins in der Leber des Hundes erfolgt nach einem anderen Mechanismus als beim Menschen, beim Menschen wird durch das Enzym N-Demethylase zum grössten Teil nur die Methylgruppe in Position 3 entfernt, während beim Hund die in Position 7 abgespalten wird. Es werden 2 unterschiedliche chemische Substanzen gebildet, wovon die vom Hund erzeugte biologische Aktivität zeigt und vermutet wird, dass dies der Grund für die Toxizität von Theobromin beim Hund ist.

Die tödliche Dosis liegt für einen Hund bei 100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. In 100 g dunkler Schokolade sind etwa 500 mg Theobromin enthalten, in Milchschokolade ca. 200 mg. Das bedeutet, dass ein 10 kg Hund an 500 g Milchschokolade sterben könnte.

Hat der Hund in grösseren Mengen Schokolade gefressen, kommt es im Allgemeinen nach 1-4 Stunden zu den ersten Symptomen. Diese können sein:

Unruhe, Krämpfe, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Inkontinenz, Atemnot, vermehrte Empfindlichkeit auf Sinnesreize.

Nach 2-4 Stunden ist die Maximaldosis im Blutspiegel erreicht, der Tod kann innerhalb von 7 bis 20 Stunden eintreten.

Avocado:

Die Avocado ist ein recht spezieller Fall. Es gibt viele Avocadoarten und augenscheinlich in jeder Art unterschiedliche chemische Bestandteile, die für Hunde giftig sind. Es ist nicht ausreichend geklärt, welcher Inhaltsstoff verantwortlich ist, möglicherweise handelt es sich auch um ein Zusammenspiel von mehreren. Die Latenzzeit scheint sich in ähnlichem Rahmen zu bewegen wie die des Theobromins, auch die Symptomatik ist ähnlich.

Zwiebeln:

Durch die enthaltenen Stoffe Allypropyldisulfid und N-Propyldisulfid wird eine oxidative Denaturierung des Hämoglobins mit Bildung von Heinz'schen Innenkörpern hervorgerufen. Das hat ein Zerfall der Erythrocyten zur Folge, das Ganze heisst dann hämolytische Anämie. Eine Anämie ist eine Blutarmut, d.h., dass der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, da die Sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen ja zerstört wurden. Die Heinz'schen Innenkörper können im Blut nachgewiesen werden, sie sind charakteristisch für eine Vergiftung mit Zwiebeln.

Die Symptome sind Hämoglobinurie (Ausscheidung von gelösten Hämoglobin mit dem Urin), blasse Schleimhäute, schwacher Puls.

Obstkerne:

Auch bei Obstkernen besteht eine ähnliche Gefahr wie bei den Zwiebeln, der hierin enthaltene Stoff heisst Blausäure oder Cyanwasserstoff (HCN). In konzentrierter Form riecht Blausäure nach Bittermandeln, jedoch wird dieser Geruch nur von etwas 50% der Bevölkerung wahrgenommen. Blausäure wirkt sowohl in gasförmigem Zustand, als auch in flüssigem Zustand, oral zugeführt oder über die Haut aufgenommen, toxisch - auch bei uns Menschen. Es sind über 1000 Pflanzenarten mit blausäureabspaltenden Glykosiden bekannt, z. B. rohe grüne Bohnen (beim Kochen entweicht die Blausäure), Aprikosenkerne, Mandeln, Apfelkerne, Pfirsichkerne, Pflaumenkerne... Die menge an enthaltenem HCN variiert jedoch, so dass sich kein Mensch Gedanken machen muss, wenn er beim Apfel das Innenleben mit isst.

Das Cyanidion blockiert die Zellatmung und die Energieversorgung der Zelle. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt beim Hund 19 Stunden, die Zeit, die vergeht, bis die ersten Symptome auftreten, kann zwischen Minuten bis zu 12 Stunden liegen.

Die für Hunde giftige Dosis anzugeben, ist kaum möglich, da es zu viele Pflanzen gibt, die verschiedene Konzentrationen der Gykoside enthalten.

Symptome können unter anderem sein: Unruhe, Zittern, Krämpfe, schwacher Puls, Bittermandelgeruch, starke Luftnot, schwach rote bis bläuliche Schleimhäute, venöses Blut ist hellrot.

Macadamia Nüsse:

Neueste Erkenntnisse haben gezeigt, dass auch Macadamia Nüsse Hunden schaden können. Die Ursache ist noch nicht geklärt, allerdings zeigen sich Symptome wie Muskelschwäche, allgemeine Schwächung des Bewegungsapparates und teilweise geschwollene Extremitäten. Trotz grosser Schmerzhaftigkeit ist die Muskelschwäche reversibel und nicht von langer Dauer.

 (Quelle: www.addogted.de mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt)

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 Thema: Impfung 

Einmal im Jahr muss der Hund zum Tierarzt. Ein kleiner Piekser und schon ist alles vorbei. Die Impfung. Doch was ist eigentlich drin? Was bewirkt die Impfung und wovor schützt sie den Hund?! Und wovor nicht?

Die standardmäßige Impfung beinhaltet Schutz gegen:

- Staupe (S)
- ansteckende Leberentzündung (H)
- Leptospirose (L)
- Parvovirose (P)
- Tollwut (T)
- Zwingerhusten (Pi)

Alle Erkrankungen bis auf die Leptospirose beruhen auf einer Infektion durch Viren. Viren bestehen aus nichts anderem als Erbmaterial - DNA. Sie besitzen keine Zellmembran wie z.B. Bakterien und auch keine Organe, die Energie, Enzyme oder Proteine produzieren. Viren nutzen die Zellen eines Organismus, indem sie sich selbst (DNA) einschleusen und die Organe der Zelle für ihre Zwecke nutzen. Die DNA enthält Informationen, nach denen Beispielsweise Eiweiße oder Enzyme produziert werden - und letztendlich den Körper schädigen. Ebenso enthält die DNA selbstverständlich die Information, dass die befallene Zelle schnellstmöglich Kopien der DNA (des Virus) herstellt. So verbreitet sich das Virus rasend schnell. Der Körper reagiert auf den Eindringling. Er versucht das Virus unschädlich zu machen. Er produziert Antikörper. Diese Antikörper passen - ähnlich wie ein Schlüssel nur zu einen bestimmten Schloß passt - nur auf einen bestimmten Virus. Und da sind wir schon beim nächsten Problem: Den Mutationen. Nackte DNA - der Virus - verfügt nicht über Raparaturmechanismen. In einem Bakterium oder in einer Körperzelle, gibt es Enzyme, die beschädigte DNA sofort reparieren - so werden die Informationen nicht verändert. Ein Virus besitzt diese Enzyme logischerweise nicht. Er mutiert und mutiert, ohne dass irgendetwas eingreift. Nun können die Mutationen zwei Auswirkungen haben: Das Virus ist kaputt - die vielen Mutationen haben es unschädlich gemacht. Es kann nicht mehr in eine Körperzelle eindringen - oder enthält keine Informationen mehr, dass es kopiert werden soll. Es ist einfach harmlos. Der andere Weg ist der, dass es seine Gefährlichkeit oder seine Struktur ändert. Hier liegt die Grenze einer Impfung. Ist das Virus derart mutiert, dass das Antikörper-Virus (Schlüssel-Schloß) nicht mehr passt - können die Viren sich so lange vermehren und den Körper schädigen, bis der Körper einen neuen Antikörper gebaut hat. Unter Umständen nie...

Daher kann man sich gegen Schnupfen impfen lassen. Ein sicherer Schutz ist es jedoch nicht! Erwischt man einen mutierten Virus, bekommt man dennoch einen Schnupfen! Ein gegen Zwingerhusten geimpfter Hund kann dennoch Zwingerhusten bekommen! Wenn auch die Erkrankung meist nicht so stark ist, wie sie ohne jegliche Impfung gewesen wäre.

Staupe (canine distemper)

Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten der Hunde. Man kennt sie seit dem 18. Jahrhundert.

Der Hund kann sich nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hunden anstecken. Gefahr droht zum Beispiel auch beim Waldspaziergang, weil Marder und Frettchen (und andere Fleischfresser) die Krankheit übertragen können!

Ein infizierter Hund scheidet mit sämtlichen Sekreten und Exkreten das Virus (Tröpfcheninfektion) aus, das anschliessend von einem anderen Tier direkt oder durch Einsaugen aufgenommen wird.

Erste Krankheitsanzeichen treten etwa eine Woche nach der Ansteckung auf. Sie beginnen sehr schnell mit hohem Fieber, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, die bis zur Bewegungsunfähigkeit führt. Begleitet werden diese Symptome von anfänglich wässrig-klarem Augen- und Nasenausfluß, der dann zähflüssig wird.

Dieser Ausfluss ist hoch ansteckend. Entweder unmittelbar danach - oder nach einer fieberfreien Phase der scheinbaren Erholung - können weitere Symptome auftreten. Staupe endet - insbesondere bei Welpen - oft (bei 80% der erkrankten Tiere) tödlich!

Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Das äussert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen.

Die einzig wirksame Methode, Hunde gegen die Staupe zu schützen, ist die konsequente Impfung. Die Grundimmunisierung in der deutschen tierärztlichen Praxis erfolgt als erste Impfung gegen Staupe (und Parvo) bei hoher Infektionsgefahr in der fünften bis sechsten Lebenswoche, sonst zwischen der siebten und achten.

Die Nachimpfung sollte dann je nach Gefahr zwischen der zwölften und sechzehnten Lebenswoche erfolgen. Danach ist eine jährliche Impfung angebracht - nach hiesigem Verständnis.

Vor einigen Jahren und dieses Jahr wieder wurden auch Seehunde an der Nordsee von einer Art der Staupe befallen.

 

Parvovirose

Parvoviren (parvus = klein) gehören zu den kleinsten bekannten Viren. Sie sind außerordentlich resistent gegen äußere Einflüsse. Parvoviren sind sehr wirtsspezifisch - so gibt es Parvoviren, die Katzen, Hunde aber auch Menschen (Ringelröteln) befallen - jedoch kann ein Parvovirus, der die Katzenseuche verursacht, nicht auf den Hund übergehen. Das Krankheitsbild ist abhängig vom Alter des Tieres zum Zeitpunkt der Infektion und von den infizierbaren Zellen, die sich in unterschiedlichen Teilungsstadien befinden. So können die Symptome einer Parvovirose bei einem jungen Hund ganz andere sein als bei einem alten Hund. Symptome sind neben allgemeiner Schwäche und Fieber oft die einer Magen-Darm-Infektion.

Tollwut

Das Tollwutvirus (Rabiesvirus) ist uralt. Bereits im babylonischen Gesetzbuch des Eshnunna (drittes Jahrtausend vor Christus) wurde die Haltung von tollwütigen Hunden mit einer Geldstrafe belegt. Sowohl bei Menschen als auch bei Hunden kann die Inkubationszeit zwischen Tagen und Monaten liegen. Größtenteils treten die ersten Symptome nach 2-7 Wochen auf. Über die Haut (z.B. Fuchsbiss) gelangt das Virus in die Muskeln, wo es sich einige Tage vermehrt. Von dort aus wandert es zu den Nervenfasern. Die Symptome sind Wesensveränderungen (scheue Tiere werden zutraulich) und Lähmungen. Hat ein Hund möglicherweise kontakt zu infizierten Tieren gehabt, sieht die rechtliche Lage für einen geimpften Hund besser aus als für einen ungeimpften. Hier kann die direkte Tötung gefordert werden.

Übrigens: der Tollwut-Impfstoff wurde seit 2007 für eine 3jährige Wirkung zugelassen, d.h. es reicht, wenn Sie den Hund in Zukunft nur jedes 3.Jahr gegen Tollwut impfen lassen!

Zwingerhusten

Der Virus, der letztendlich zum Zwingerhusten führt, dürfte einigen schon einmal begegnet sein: das Parainfluenzavirus (daher die Abkürzung Pi). Beim Menschen (besonders Kindern) führt er zur Bronchitis oder Pseudo-Krupp-Husten. Auch bei Hunden hört sich der Zwingerhusten (oder die Kehlkopfentzündung) ähnlich an. Ein "blechernes" Husten und Schleimauswurf sind die Symptome. Aus eigener Erfahrung hilft hier Spitzwegerich-Hustensaft, Honig und Vanilleeis (der Hund wird es lieben) - UND der Gang zum Tierarzt! Die Übertragung vom Hund auf den Menschen ist nicht dokumentiert.

ansteckende Leberentzündung

Das Hepatitis contagiosa canis (hcc) gehört zur Familie der Adenoviren, ist also nicht verwandt mit den Hepatitis A-C Erregern. Der Virus ist nicht gefährlich für den Menschen. Das Virus befällt die Leber, Symptome sind Appetit- und Lustlosigkeit sowie Durst. Schon wenige Stunden nach den ersten Symptomen kann bei ungeimpften Hunden der Tod eintreten, so dass es eher als eine vergiftung interpretiert werden könnte. Aber auch unsymptomatische Verläufe sind bekannt - obwohl der Virus im Körper ist wird keine Krankheit bemerkt. Die Hepatitis tritt besonders oft bei jungen Hunden unter einem Jahr auf.

Leptospirose

Kommen wir zu einer bakteriellen Infektion, die auch den Menschen erkranken lassen kann. Bevorzugte Aufenthaltsgebiete der Bakterien sind Pfützen und Jauchegruben. Während es die Möglichkeit gibt, unsere Hunde impfen zu lassen, gibt es keinen für Menschen zugelassenen Impfstoff. Da die Krankheit sowohl Hunde und Menschen sowie andere Tiere befällt, ist sie meldepflichtig.
Die Impfungen gegen Bakterien sind (trotz der hohen Mutationsraten bei Viren) nicht so wirksam und schützen unter Umständen kein komplettes Jahr. Ist der Hund länger nicht geimpft und/oder immungeschwächt kann der Genuss von Pfützenwasser also fatale Folgen haben...

 Quelle: www.addogted.de

 

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andere häufige Krankheiten bei Hunden...

Diabetes bei Hunden wird in den Tierarztpraxen immer öfter gesehen. Einige Ursachen dafür sind Überfütterung oder falsche Ernährung (wie zum Beispiel minderwertige Fertigfutter), aber auch Autoimmun-Erkrankungen zählen häufig zu den Ursachen. Leider wird die Diabetes sehr oft falsch behandelt. Diese Seite ist von Betroffenen für Betroffene gemacht. Informieren Sie sich.... auf der Seite www.tierdiabetes.com

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HD - Hüftgelenksdysplasie  Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist ein Dauerthema unter Züchtern, Tierärzten und Haltern. Dabei gedeihen auch die abstrusesten Märchen zur Entstehung und Behebung. Was steckt aber wirklich dahinter und was kann man effektiv tun? Mehr dazu unter http://www.hundezeitung.de/top/top-84.html

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Chronische exokrine Pankreasinsuffiziens (CPI)

die Unfähigkeit der Bauchspeicheldrüse die notwendigen Enzyme zur Fettverdauung herzustellen, tritt vor allem beim Deutschen Schäferhund auf. Meist beginnt die Erkrankung im Alter von 1 - 4 Jahren aufgrund einer Zurückbildung des Pankreasgewebes. Ursache ist ein genetischer Defekt. Die CPI kann jedoch  auch  andere Hunderassen treffen. Meist ist hier die Ursache in chronischen Pankreas-Entzündungen zu suchen.
Der aus der Erkrankung resultierende Mangel  an Verdauungsenzymen führt zu Abmagerungen trotz Heißhungers und einen voluminösen, hellen, säuerlich riechenden, schaumigen Kot und Blähungen. Oft fressen betroffene Hunde ihren eigenen Kot (Koprophagie) erstaunlicherweise entwickeln diese Patienten selten einen Diabetes mellitus. Die Diagnose wird aufgrund des klinischenBildes und spezifischer Laboruntersuchungen (z. B. Elastasebestimmung im Kot)  gestellt.
Das Leiden ist unheilbar, das Tier muß  eine Dauertherapie erhalten, um die Symptome in den Griff zu bekommen.
Die ist mit Präparaten, die die fehlenden Pankreasenzyme im Darm ersetzen, gut möglich.

Quelle: Partner Hund 1/2001

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Herzkrankheiten beim Hund - Leider ist auch dies keine Seltenheit. Häufiges Husten oder Atemnot können Anzeichen dafür sein. Über Symptome und die unterschiedlichen Herzerkrankungen gibt die folgende Seite Auskunft:  http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/hundekrankheiten.html

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Gebärmutterentzündung (Pyometra) - bei unkastrierten Hündinnen - Ein typisches Symptom ist das Auftreten von starkem Durstgefühl und vermehrten Harnabsatz. Außerdem zeigen betroffene Tiere häufig Apathie und Freßunlust. Dies sollten für Halter von Hündinnen ernstzunehmende Warnhinweise sein, die den Gang zum Tierarzt einfordern! Denn eine akute Pyometra ist ein absoluter Notfall! Durch die Aufnahme der Gifte der Bakterien in der Gebärmutter kommt es zur  Intoxikation (Vergiftung). Meist ist eine sofortige Notoperation nötig, um das Leben der Hündin zu retten!

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Verhaltensprobleme beim Hund / Erziehung

Hundeschulen im Kölner Raum, die ich weiterempfehlen kann, sind u.a. 

Sandra Schmelzer- die Hundeexpertin am Königsforst: www.hundeexpertin.de 

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Gaby Gularek - Hundeschule Fellnasen (Köln Nordost und Leverkusen-Opladen - Welpenschule u. Verhaltenstraining für Hunde) Tel.0179-7502658

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http://www.tierseminare.de/ Animal Info Tierseminare in Düsseldorf (Tel.0211-54449717) - Interessante Vorträge und Seminare (mit dem eigenen Hund) über Hundeverhalten und Gesundheitsprobleme des Hundes.

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http://www.hundefarm-eifel.de/ Günther Bloch - Kurse, Seminare, Verhaltenstraining und Hundepension in Bad Münstereifel

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Die Problemhundberatung im Internet- http://www.fresh-truffles.de/Problemhunde.html

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Psychische Probleme, Angstneurosen, Traumata - auch Hunde können darunter leiden. Kommen Sie mit herkömmlichen Ratgebern und Hundetrainingsmethoden nicht weiter? Dann wenden Sie sich mal an einen Tierheilpraktiker. Empfehlen kann ich persönlich Astrid Kesseler aus Köln-Brück: http://www.tierheilpraxis-kesseler.de/

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